Noch keine Jugendvertretung für Jever!

24.11.2014| Dieter Janßen| Fraktionsvorsitzender SPD in Jever

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Noch keine Jugendvertretung für Jever!

Zu Beginn des Jahres, am 15. Januar, hatten wir auf Initiative der Jusos einen schriftlichen Antrag an unseren Bürgermeister gerichtet mit der Bitte, entsprechende Vorbereitungen zu treffen, damit in unserer Kreisstadt ein Jugendparlament oder ein Jugendbeirat — ähnlich wie ein Seniorenbeirat - eingerichtet werden könnte.

Wir von der SPD-Fraktion sind der Meinung, dass es sehr wichtig ist, Jugendliche und junge Erwachsene an die politische Arbeit heranzuführen. Junge Menschen sollen eine bessere Lobby und ein Mitspracherecht in politischen Angelegenheit erhalten, damit sie ihre Interessen wahren und einbringen können.

Am 13. März wurde die Verwaltung im Jugend- und Sozialausschuss und am 18. März im Verwaltungsausschuss mit Mehrheit beauftragt entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Jetzt am 13. November kam diese Thematik wieder auf den Tisch des Jugend- und Sozialausschusses, vorher hatte es nur "Schweigen im Walde" gegeben.

Und was war, eine Vorlage wurde seitens der Verwaltung vorgelegt, mit dem Tenor weiter abzuwarten. Für folgenden Beschlussvorschlag hatte die Verwaltung etwa zehn Monate gebraucht: "Die Entwicklung einer Jugendvertretung in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring wird zunächst abgewartet. Die Verwaltung wird über den jeweiligen Sachstand regelmäßig berichten".

Außerdem wurde ins Feld geführt, dass für die Einrichtung eines Jugendparlaments von einer Zeitschiene von drei Jahren auszugehen sei. Einschließlich einer durchzuführenden Wahl sei von 30.000 Euro an Gesamtkosten auszugehen zuzüglich einer sozialpädagogischen Begleitung von anfangs fünf Wochenstunden; später zwei bis drei Wochenstunden. Merkwürdig, in Zetel gibt es nach unseren Informationen ein gut funktionierendes Jugendparlament, das mit einem Bruchteil des genannten personellen und finanziellen Aufwandes auskommt. Die Verwaltung sollte hier mal über den "Tellerrand" schauen.

Im Klartext, nach meiner Meinung wurden "gewaltige Hürden" aufgebaut, die so eine Jugendeinrichtung verhindern sollten! Aus diesem Grund hatte ich in dieser Sitzung einen geänderten Beschlussvorschlag zur Abstimmung gebracht, der da lautete:
"Die Verwaltung wird beauftragt, Kontakte zu den jeverschen Schulen und Vereinen herzustellen, damit konkrete Vorbereitungen getroffen werden können, eine Jugendvertretung für die Kreisstadt zu wählen. Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse sollten die Möglichkeit erhalten in demokratischer Wahl Delegierte zu benennen, die gegenüber Rat und Verwaltung die Interessen von Kindern und Jugendlichen vertreten. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring wäre hierbei wünschenswert".

Dieser Antrag fand leider keine Mehrheit. Schade, nach meiner Meinung wurde hier eine Chance vergeben, nicht nur in Sonntagsreden von einer familienfreundlichen Stadt zu reden, wozu auch die Anliegen von Kindern und Jugendlichen gehören. Übrigens, die Senioren in Jever haben einen gut funktionierenden Beirat, dies müsste doch auch für Kinder und Jugendliche machbar sein!

Eine letzte Chance gibt's noch, in der Verwaltungsausschuss-Sitzung Anfang Dezember kommt dieser Tagesordnungspunkt noch einmal zur Aussprache. So schnell geben wirr Sozialdemokraten in Jever nicht auf!

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