Hissen der weißen Flagge jährt sich zum 75. Mal

29.01.2020| Dieter Janßen| Fraktionsvorsitzender SPD in Jever

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Hissen der weißen Flagge jährt sich zum 75. Mal

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 60Plus der SPD in Jever unter ihrem Vorsitzenden Erich Matthies hatten an unsere Fraktion die Bitte gerichtet, dass das vor 25 Jahren aufgestellte Schild zur Erinnerung an die Verhinderung der Bombardierung Jevers zum Kriegsende 1945 neu gestaltet und aufgestellt werden kann.

Wir als Fraktion schlossen uns diesem Anliegen einstimmig an und beantragten beim Bürgermeister um entsprechende Beratung und Beschlussfassung in den Gremien des Rates.

An die mutige Hissung einer weißen Fahne auf dem Schlossturm, das sich nun am 3. Mai 2020 zum 75. Mal jährt, soll zukünftig zusätzlich mit einem Findling, der von der Firma Baumschulen Meyer gespendet wird, erinnert werden. Außerdem soll eine neue Gedenktafel mit einem entsprechenden Hinweistext angebracht werden.

Ein kleines Metallschild mit der Aufschrift: "In Erinnerung an die mutigen Bürger Johann Lünemann, Edgar Hinrichs und Max Rühlmann", wird von der Arbeitsgemeinschaft 60Plus selber erstellt und montiert.

Auf das bereits vorhandene Metallschild mit der nun schon verwitterten Schrift sollte die Stadt dann das Erklärungsschild für die Bürger und Besucher montieren lassen. Der Text muss so verfasst werden, dass die enorm wichtige Tat erklärend dargestellt wird.

Der Gedenkstein sollte dann in einem feierlichen Rahmen aufgestellt werden.

Der Textvorschlag für die Gedenktafel lautet:

"Am 3. Mai 1945 versammelten sich etwa 2000 Menschen auf dem Alten Markt, weil ein Angriff der Royal Air Force auf die Stadt Jever befürchtet wurde. Die Menge war sehr erregt und voller Angst. NS-Kreisleiter Flügel wurde von Schlachtermeister Tammen entwaffnet. Lynchstimmung kam auf, die Menge forderte die sofortige Herausnahme Jevers aus dem Festungsgürtel um Wilhelmshaven.
Während des Tumults hatten drei Jeveraner den Mut, auf dem Schlossturm eine weiße Fahne zu hissen, ein Bettlaken der Familie Kleinsteuber.

Johann Lünemann (SPD), Edgar Hinrichs (SPD) und Max Rühlmann (KPD).

Sie wurden nach drei Minuten von der Stadtkompanie festgenommen und von besonnenen Offizieren verhört und am nächsten Tag freigelassen.

Am 4. Mai rückten die Soldaten ab, Jever wurde nicht verteidigt und blieb unzerstört. Am 6. Mai 1945 rückte die 1. Polnische Panzerarmee unter General Maczek in die Stadt ein, der Zweite Weltkrieg war beendet."

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